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Kino Kino Februar

24. Februar, 19:00 - 22:00

 Am Montag, den 24. Februar 2020, ab 19.00 Uhr, zeigen die Gleichstellungsbeauftragten
Annette Kreutz, Hilchenbach, und Monika Molkentin-Syring, Kreuztal, im Viktoria Filmtheater
in Dahlbruch den Film „Nur eine Frau“. Hier bekommt der Femizid ein Gesicht und eine
starke Stimme, denn hier „berichtet und spricht“ die Ermordete.
Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Frau Monika Molkentin-Syring
Gleichstellungsbeauftragte
Tel.: 02732 – 51 310
Email: M.Molkentin@Kreuztal.de
Weitere Informationen über das Kino finden Sie hier.

 

Filmhandlung und Hintergrund
Aynur entscheidet sich, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dafür bricht sie mit den Traditionen und schürt den unberechenbaren Zorn ihrer Familie…

Die lebensfrohe Aynur (Almila Bagriacik) wuchs mit ihrer aus der Türkei stammenden Familie in Berlin auf. Mit 15 Jahren wurde sie in Istanbul mit ihrem Cousin zwangsverheiratet. Bereits schwanger flieht sie vor ihrem gewalttätigen Ehemann zurück nach Berlin. Doch von ihrer Familie kann sie keine Hilfe erwarten, denn sie hat mit den Traditionen gebrochen und Schande über ihre Familie gebracht.

Davon lässt sich Aynur nicht unterkriegen, nach der Geburt ihres Sohnes sucht sie sich eine eigene Wohnung, holt ihren Schulabschluss nach und macht eine Ausbildung. Die selbstbestimmte und freiheitsliebende Frau legt ihr Kopftuch ab, geht mit Freundinnen aus und verliebt sich – in einen Deutschen (Jakob Matchenz).

Das neue Leben, das Aynur nun führt, schürt den unberechenbaren Zorn ihrer Familie und vor allem ihrer Brüder. Beleidigungen und Drohungen nehmen zu, dennoch sucht Aynur immer wieder den Kontakt zu ihrer geliebten Familie.

Eines Abends eskaliert die Situation: Aynur streitet mit ihrem Bruder Nuri (Raunand Taleb), begleitet ihn im Anschluss dennoch zur nahe gelegenen Bushaltestelle. Dort zieht er eine Pistole und zielt auf seine eigene Schwester.

„Nur eine Frau“ – Hintergründe
14 Jahre nach der Ermordung von Hatun Aynur Sürücü durch ihren Bruder kommt mit „Nur eine Frau“ der erste Spielfilm über das Leben der jungen Deutsch-Türkin in die Kinos. Dabei löst Regisseurin Sherry Hormann gekonnt ihre Hauptfigur aus der Rolle des Opfers und macht Aynur zur aktiven Protagonistin, lässt sie selbst sprechen, ihr Leben Revue passieren und reflektiert kommentieren.

Almila Bagriacik („4 Blocks“) spielt überaus überzeugend die junge, selbstbestimmte Aynur und verleiht ihren Kommentaren eine angenehm sympathische Berliner Schnoddrigkeit. Als Aynurs Bruder Nuri sehen wir Raunand Taleb, der ebenso wie Bagriacik Teil der Serie „4 Blocks“ ist, außerdem Aram Arami, der sich in der „Fack Ju Göhte“-Reihe einem größeren Publikum präsentieren konnte.

Das Drama regt die Debatte um den sogenannten „Ehrenmord“ neu an und ist bereits für mehrere nationale und internationale Filmpreise nominiert.

Details

Datum:
24. Februar
Zeit:
19:00 - 22:00
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Viktoria-Kino, Dahlbruch